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„inter Esse“ Kunstperformances im Güterbahnhof

Am Freitag, den 13.12.2013 zeigte die Performanceklasse der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg unter der künstlerischen Leitung von Hans-Joachim Reich ihre Kunst. Jeder Einzelne der Studenten hat sich mit einem ganz eigenen Thema auseinandergesetzt und die Ergebnisse dieser Denkprozesse wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert.


Unter dem Begriff Performance Art versteht man die interdisziplinäre Schnittstelle, an der die unterschiedlichsten Disziplinen, Künste und Medien sich künstlerisch begegnen. Es ist die Kunst sich selbst aufs Spiel zu setzen, bzw. sich zu inszenieren.


10 Stationen gab es für die zahlreich erschienen Besucher zu erkunden, welche sich alle mit sehr verschiedenen Aktionen präsentierten. Die Studenten des 3. Semesters des Studiengangs Theater im Sozialen – mit der Unterstützung einer Masterstudentin – boten den interessierten Zuschauern eine hochkarätige Veranstaltung. Der Güterbahnhof Bremen bot sich hierfür als umwerfende Lokation an, durch seine schiere Größe und die raue, urbane Atmosphäre eines Non-Place. Der einzige Wermutstropfen war die Kälte. Durch verschiedene Heißgetränke wurde dem allerdings abgeholfen. Eine volle Stunde dauerten die Präsentationen und die Künstler, denen keine Uhren zur Verfügung standen, mussten sich mit dem Timing allein auf ihr Gefühl verlassen. Trotz der widrigen Umstände bei der Kälte waren sich alle einig: Die Veranstaltung hätte auch noch 2 Stunden länger dauern können.


Performance bietet die Möglichkeit sich auf neue zeitgemäße Art künstlerisch auszudrücken und aktuelle Themen auch auf relativ kurze Zeit im öffentlichen Raum oder auch auf der Bühne zu präsentieren. Gefördert wird in der Lehre in Ottersberg ein ästhetisches Handeln, Crossover-Denken, eine erweiterte differenzierte Wahrnehmungs- und Beobachtungskultur und die Fähigkeit, sich in selbstgestalteten Handlungsräumen zu behaupten bzw. in Interaktion zu treten. Die Gestaltung performativer Ereignisse erfolgt durch Konzepte und Handlungsideen, bei denen der Zufall und die Improvisation eine wesentliche Rolle spielen. Das macht auch den Reiz von Performance aus, da sie auch immer von dem Risiko des Ungeplanten und Unvorhersehbaren bestimmt ist. Sie erhält ihre Intensität von der gegenwärtigen Situation, dem Publikum und der Präsenz des Akteures. Er setzt sich selbst aufs Spiel.


Die ausführenden Künstler waren: Anna Beierlein, Johannes Meyen, Rosa Müllenmeister, Ida Krombach, Kathrin Buhrke, Julia Schleissner, Maria Halvatzi, Sophia Grüdelbach, Malena Gradulewski, Sofie Ruffing, Lucia Golda, Josephine Kaskel, Sara Schwienbacher, Maren Reinacher, Thomas Ahrens.


Man darf gespannt sein, wie sich die jungen Nachwuchskünstler weiter entwickeln, und es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis der ein oder Andere seinen großen Durchbruch schafft. Mehr Informationen über Performance Art und das Studium in Ottersberg findet ihr hier: www.hks-ottersberg.de


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