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Rollschuhe, Schweiß und blaue Flecken – It´s Roller Derby Time!

Das erste Heimspiel (genannt Homebout) der Meatgrinders Bremen gegen die Aarhus Derby Danes aus Dänemark war ein großer Erfolg für beide Teams. Bei der anschließenden Boutparty im Römer, wurde das Sieger-Team, die Aarhus Derby Danes, genauso gefeiert wie die unterlegenen Meatgrinders.


 


Harte Frauen, schnelle Rollen, bunte Helme, Rockmusik, das ist Roller Derby. Der noch relativ unbekannte Sport erfreut sich steigender Popularität. Der allererste Homebout der Meatgrinders Bremen sorgte für volle Ränge. Über 300 Zuschauer kamen am Samstag, den 23. November 2013 in den Sportturm der Universität, um dem besonderen Sportereignis beizuwohnen. Damit hatten die Bremer Derbydamen nicht gerechnet. Die Stimmung im Publikum war ausgelassen, nicht zuletzt durch die liebevolle Bewirtung mit selbstgemachtem Essen. Die Moderation auf Englisch sorgte für die authentische Roller Derby-Stimmung und die Fans, Familien und Freunde der Teams feuerten ihren Favoriten mit ganzem Herzen an.


Aber was ist Roller Derby? Roller Derby ist ein rasanter Vollkontaktsport auf Rollschuhen, der vorwiegend von Frauen ausgeübt wird. Fünf gegen fünf Spielerinnen skaten auf einer ovalen Bahn (Flat Track). Dabei holt jeweils eine Spielerin (Jammer) durch das Überrunden der gegnerischen Spielerin Punkte. Die Blocker des anderen Teams versuchen mit Körpereinsatz genau das zu verhindern. Das Spiel besteht aus zwei Halbzeiten mit jeweils 30 Minuten. In diesen werden so viele 2-minütige Jams (Punktespiele) wie möglich gefahren. Gespielt wird nach den Regeln der World Flat Track Derby Association (WFTDA). Dabei spielen alle Positionen zugleich defensiv und offensiv. Dafür braucht es neben einer guten Strategie, auch Kraft und Ausdauer. Zimperlichkeit ist fehl am Platz, blaue Flecken und Schürfwunden sind an der Tagesordnung.


Beim Roller Derby erhält jede Spielerin einen Derby-Namen, der ihr zweites Ich darstellt oder ihre Persönlichkeit unterstreicht.


In der ersten Halbzeit zeigten die Aahrus Derby Danes schnell, dass sie das deutlich erfahrenere Team sind. Trotz ihres guten Spiels konnten die Meatgrinders sich nicht durchsetzen. Gegen Ende der ersten Halbzeit zeigte sich dann der erste große Hoffnungsschimmer für die Bremer und sie konnten mit der Punkteaufholjagd beginnen. Man merkte den Stimmungswechsel in den Teams, was zu einem deutlich ernsteren Spiel führte. Zur Pause war der Stand bei 22 Jams und 41 Punkten für die Meatgrinders gegen 135 Punkte für die Aarhus Derby Danes.


Die Däninnen, gewarnt durch den Umschwung am Ende der letzten 30 Minuten, starteten mit einer überraschenden Härte in die zweite Halbzeit. Trotz der 3 Blockerinnen auf der Bank zu Beginn des ersten Jams für die Gäste aus Aarhus, konnten die Meatgrinders keine Punkte holen. Nach einem sehr effektiven Powerjam (nur ein Jammer auf dem Feld) katapultierten sich die Dänen auf unglaubliche 150 Punkte Vorsprung. Spätestens ab diesem Moment wurde allen klar, dass der Spaß jetzt vorbei ist. Das Spiel wurde härter, die Jams länger und heißer umkämpft, die Teams deutlich aggressiver und Fouls häuften sich. Die Dänin Krisy Kris besiegelte den Sieg ihres Teams mit einem letzten Powerjam und sorgte so für das Traumergebnis von 327:87 für die Aarhus Derby Danes. 20 Sekunden vor Schluss kam es zu einem spektakulären Sturz, der aber glücklicherweise ohne schwere Verletzung blieb. Spannung bis zum Schluss, das garantiert nur Roller Derby!


Die Meatgrinders waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihres 2. Bouts der Teamgeschichte und freuen sich schon auf den nächsten Homebout. Wer nun Lust bekommen hat, sich ein Roller Derby-Turnier anzusehen, sollte sich das nächste Spiel der Bremer Roller Derby-Girls im Februar in Frankfurt nicht entgehen lassen! Für mehr Informationen über unsere Girls aus Bremen schaut doch mal hier rein:



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