Vom Geist der Weihnacht

Der Geist der Weihnacht in der ÖVB Arena

Das Musical „Vom Geist der Weihnacht“ sorgte am vergangenen Wochenende für leuchtende Kinderaugen und ein restlos begeistertes Publikum. In der ausverkauften ÖVB-Arena konnte man schon am 3. Advent eine zauberhafte Bescherung erleben.


Charles Dickens weltberühmte Erzählung „A Christmas Carol“ inspirierte den Komponisten und Autor Dirk Michael Steffan zur Schaffung des zauberhaften Familienmusicals „Vom Geist der Weihnacht“. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die wundersame Wandlung des hartherzigen, geizigen und menschenverachtenden Londoner Geschäftsmannes Ebenezer Scrooge.


Seine von Publikum und Presse umjubelte Weltpremiere feiert das Stück im Jahre 2001 im TheatrO CentrO in Oberhausen. Die Musik von Dirk Michael Steffan wurde aufwendig orchestriert und unter der Leitung von Gert Wilden zusammen mit einem Ensemble der Münchner Philharmoniker eingespielt. „Vom Geist der Weihnacht“ wurde in den Folgejahren auf den verschiedensten, großen deutschen Bühnen gespielt, u.a. im Theater des Westens in Berlin, dem Musical Dome in Köln, dem Schillertheater Berlin, dem Theater am Marientor in Duisburg, der Alten Oper in Frankfurt, dem Deutschen Theater München sowie dem Capitol Theater in Düsseldorf, im Colosseum Theater in Essen und zuletzt 2013 erneut im Capitol Theater in Düsseldorf. Zahlreiche namhafte Musical-Darsteller sowie viele Prominente wirkten bei den Aufführungen mit. In diesem Jahr ist die Schauspielerin und Sängerin Jeanette Biedermann als Engel der Weihnacht und als Scrooges große Liebe Belle zu sehen.


Die Geschichte von Charles Dickens wurde in den vergangenen Jahren immer wieder neu und in unterschiedlichsten Varianten aufgelegt. Man kann sie im Fernsehen in verschiedensten Auflagen sehen, es gibt Hörspiele, Bücher, Theaterstücke und Musicals. Alle versuchen der zauberhaften Weihnachtsgeschichte neues Leben einzuhauchen und auch für die kommenden Genrationen zu erhalten. Aber kaum eine Version des Märchens ist so schön umgesetzt wie die Interpretation, die wir in der ÖVB-Arena erleben durften. Die Kostüme, die Musik und das Bühnenbild wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Erwachsenen sowie die Kinder unter den Darstellern waren dazu in der Lage, das Herz des Publikums im Sturm zu erobern und auch im letzten Grinch die Weihnachtsvorfreude zu wecken.


Die Geschichte ist schnell erzählt:


Am Heiligen Abend erhält Scrooge seltsamen Besuch: Sein Freund und Geschäftspartner Jakob Marley schaut vorbei. An sich nicht weiter verwunderlich, wäre Marley nicht seit 20 Jahren tot. Nun lebt er als unerlöster Geist zwischen Himmel und Erde mit der Aufgabe, aus Scrooge einen besseren Menschen zu machen. Doch der ist ein harter Brocken – selbst Marleys Geisterfreunde, die in einem schauerlichen Tanz ihr trostloses Dasein beklagen, beeindrucken ihn kaum. Scrooge zeigt sich ungerührt und die Tatsache, dass sein alter Freund an die Erde gekettet bleibt, wenn er sich nicht erweichen lässt, ist ihm genauso gleichgültig wie die Not seiner Kunden.


Doch dann tritt unvermittelt himmlische Verstärkung auf den Plan: Ein geheimnisvoller Engel erscheint, der die Beiden mitnimmt auf eine Reise durch die Zeit. Während dieser Reise begleitet Scrooge sich selbst durch die verschiedenen Stationen seines eigenen Lebens, es ist wie ein Blick in den Spiegel. In der Vergangenheit sieht er den einsamen, kleinen Jungen, der er selbst einst war. Später muss er noch einmal miterleben, wie er den einzigen Menschen, den er je geliebt hat, wegen seiner eigenen Gier verlässt. Seine Bösartigkeit und Kaltherzigkeit bekommen erste Risse. In der Gegenwart wird Scrooge Zeuge, wie sogar Menschen, für die er nie ein einziges gutes Wort übrig hatte, voller Mitgefühl und guter Wünsche ihr Glas auf ihn erheben.


Als sie schließlich in die Zukunft reisen, macht er eine furchtbare Entdeckung, die ihm fast das Herz bricht. Im Augenblick seiner größten Verzweiflung hat er jedoch eine Begegnung, die ihn für immer verändert. Scrooge lernt, wieder an die Liebe und an das Leben zu glauben und feiert zum ersten Mal in seinem Leben richtig Weihnachten – zusammen mit all denen, die er früher verachtet hat.


Wer dieses wunderbare Musical verpasst hat und es noch unbedingt sehen möchte, kann dies tun, denn es wird dieses Jahr noch in zwei weiteren Städten aufgeführt.


Mehr Informationen und Tickets findet ihr hier: www.vom-geist-der-weihnacht.de


 


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