Meatgrinders Bremen vs. Demolition Derby Dolls Hannover

Meatgrinders vs. Demolition Derby Dolls: It’s Roller Derby Time!

Die Bremer Meatgrinders verloren am Wochenende nach einem nervenaufreibenden Kopf-an-Kopf-Duell knapp gegen die Demolition Derby Dolls aus Hannover.


Zunächst hier noch einmal eine Erklärung, was es mit Roller Derby auf sich hat:


Roller Derby ist ein rasanter Vollkontaktsport auf Rollschuhen, der vorwiegend von Frauen ausgeübt wird. Fünf gegen fünf Spielerinnen skaten auf einer ovalen Bahn (Flat Track). Dabei holt jeweils eine Spielerin (Jammer) durch das Überrunden der gegnerischen Spielerin Punkte. Die Blocker des anderen Teams versuchen mit Körpereinsatz genau das zu verhindern. Das Spiel besteht aus zwei Halbzeiten mit jeweils 30 Minuten. In diesen werden so viele 2-minütige Jams (Punktespiele) wie möglich gefahren. Gespielt wird nach den Regeln der World Flat Track Derby Association (WFTDA). Dabei spielen alle Positionen zugleich defensiv und offensiv. Dafür braucht es neben einer guten Strategie auch Kraft und Ausdauer. Zimperlichkeit ist fehl am Platz, blaue Flecken und Schürfwunden sind an der Tagesordnung.


Beim Roller Derby erhält jede Spielerin einen Derby-Namen, der ihr zweites Ich darstellt oder ihre Persönlichkeit unterstreicht.


Die Bremerinnen spielten am Samstag wie gewohnt in Schwarz und die Gäste in einem grellen Grün. Vor vollen, jubelnden, stampfenden Rängen traten die Mädels gegeneinander an. Die Meatgrinders starteten stark in die erste Halbzeit. Der letzte Auswärtssieg schien ihnen das Selbstbewusstsein gegeben zu haben, das sie benötigten. Doch nach 2 guten Power Jams für die Hannoveraner Girls schafften sie in der 8. Minute den Ausgleich. Aber so leicht gaben die Bremerinnen nicht auf und konnten sich erneut einen Vorsprung erkämpfen. Es wurde ein unglaublich knappes Spiel. Spannung ab der ersten Sekunde war garantiert.


Die Nummer 20 alias „Mara Marrowbone“ und die Nummer 2 alias „Steffie“ waren die wahren Helden der ersten Halbzeit für die Meatgrinders und sammelten in ihren starken Jams viele Punkte für ihr Team. Doch die Nummer 2 alias „Joey Crash“ von den Demolition Derby Dolls schaffte es vor der Pause, das Polster der Gastgeber empfindlich zu schmälern. Aber „Meana Wild“, die Nummer 25 der Bremerinnen, machte diese Bemühungen durch einen guten Power Jam wieder wett. Zur Halbzeit stand es 133 für die Meatgrinders zu 96 für die Demolition Derby Dolls (bei 17 Jams). Dies roch nach einem ersten Heimsieg für die Bremerinnen, was sich leider zu einem klassischen „zu früh gefreut“ entwickeln sollte.


In der 2. Halbzeit stiegen die Hannoveranerinnen überraschend dominant ins Spiel ein, sie wollten es jetzt wirklich wissen. Aber die Bremer Girls gaben ihnen keine Luft zum Atmen. Es war deutlich zu sehen, dass sich die Meatgrinders seit ihrem letzten Heimspiel stark verbessert haben. Der große Vorsprung war sicher bitter für die Gäste, die doch das letzte Spiel gegen diesen Gegner gewonnen hatten.


Das Publikum verwandelte die Tribüne in einen tobenden, jubelnden Hexenkessel, der immer wieder in Gesänge ausbrach und die Meatgrinders lautstark unterstützte. Dies war wahrscheinlich auch der liebevollen Bewirtung der Gastgeber zu verdanken, die den Fans die nötige Kraft zum Jubeln gab.


Zur Hälfte der zweiten Halbzeit schafften es die Hannover Demolition Derby Dolls dann doch, die sonst das Spiel dominierenden Meatgrinders einzuholen. Die beiden Teams gaben alles um die Oberhand in diesem kräftezehrenden Match zu gewinnen und legten noch eine Schippe an Geschwindigkeit und Härte drauf. 10 Minuten vor Schluss schafften die Gäste es in Führung zu gehen, welche sie bis zum Ende des Bouts nicht mehr verloren – so hart die Bremerinnen auch kämpften. Mit dem Endstand von 241 für die Meatgrinders aus Bremen zu 250 für die Demolition Derby Dolls aus Hannover (bei 22 Jams) konnten die beiden Teams definitiv zufrieden sein und mit hocherhobenen Köpfen nach Hause kehren. Die Gewinner nahmen einen wunderbar gestalteten Pokal – einen glitzernden, silbernen Fleischwolf – mit nach Hannover.


Mehr Infos zu den beiden Teams gibt es hier:



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