BARMER LIGA 2. Basketball-Bundesliga ProA: Im Kampf der Eisbären Bremerhaven gegen Phoenix Hagen um den Einzug ins Playoff-Finale bleibt es weiterhin spannend! Mit ihrem gestrigen Heimsieg in der ÖVB-Arena Bremen konnten die Seestädter den Matchball Hagens abwehren und somit auf 2:2 ausgleichen.
What. A. Game! Was war das gestern Abend wieder für ein Nervenkrimi vor 3.125 begeisterten Fans?! Und was für eine krasse Entwicklung! Wer die letzten Heimspiele in der ÖVB-Arena besucht hat, wird vielleicht wissen, was ich meine. Es ist einfach, als ob jedes Spiel schneller und schneller wird. Und das gleich von Beginn an. Phoenix Hagen sicherte sich den Tip-Off und startete sofort durch wie eine Rakete. Kaum geblinzelt, da hatten die Gäste aus NRW bereits die ersten 4 Punkte erzielt. Die Feuervögel waren richtig heiß auf den Sieg – ihr Ticket für das Playoff-Finale und den Aufstieg in die 1. Bundesliga, die easyCredit Basketball-Bundesliga. Und ganz ehrlich, anfangs sah es so aus, als ob die Feuerwalz aus Hagen unsere Eisbären einfach überrollen würde. Es ging irre schnell hin und her zwischen den Körben mit vielen Ballverlusten – und unsere Jungs bekamen einfach keine Punkte aufs Scoreboard. Erst nach gut 3,5 Minuten landeten die ersten zwei für Bremerhaven im Netz, da stand es dann 2:7. Es war wie verhext und ein bisschen auch verkehrte Welt, denn im Gegensatz zu den vorherigen Spielen konnten die Lokalmatadoren zwar ihre Freiwurfquote verbessern (78 % getroffen, 7 von 9 im Netz), aber aus dem Spiel heraus kaum Punkte erzielen – was auch der Blick in die Statistiken zeigt: kein einziger 3er, bei den 2 Points 30 % Trefferquote (3 von 10 drin) und damit lediglich drei von 17 versuchten Field Goals erfolgreich. Da wundert es dann auch nicht, dass die Hagener zwischendrin mit einem Biggest Lead von 13 Punkten davon zogen (10:23) und das erste Viertel mit 10 Punkten Differenz für sich entscheiden konnten – 13:23.


Im zweiten Viertel waren es die Eisbären, die mit den ersten Punkten starteten und generell wurde die Verteilung ausgeglichener – mal zwei Punkte auf der einen Seite, dann zwei auf der anderen – es wurde nichts geschenkt und jeder Ball war hart umkämpft. Das Spiel war nicht nur schneller als die anderen, es war auch härter – körperlicher, die Fouls intensiver. Des Öfteren mussten sich die Spieler beider Mannschaften gegenseitig vom Boden aufhelfen. Während ich persönlich immer noch das Gefühl hatte, dass die Bremerhavener hinterherliefen und der Halbzeitstand das mit 36:45 auch vermuten ließ, hatte sich in der Dynamik jedoch still und heimlich etwas gedreht, was mir erst im Nachhinein durch die Statistiken bewusst wurde. So hatten die Eisbären zum Beispiel nicht nur einen Punkt mehr erzielt als die Feuervögel, auch die Field-Goal-Quoten hatten sich verbessert.
Auch nach der Halbzeit gingen die ersten Punkte an Bremerhaven und generell gehörte das dritte Quarter klar den Eisbären. Was auch immer Headcoach Steven Esterkamp dem Team in der Pause gesagt hatte, schien zu fruchten. Die Jungs kämpften wie die Löwen und wirkten gleichzeitig wesentlich ruhiger und strukturierter als noch in der ersten Halbzeit. Hagen hingegen wirkte nach der Pause fahriger. Ungefähr nach 4 Minuten im dritten Viertel erzielten die Eisbären endlich erstmals in dieser schweren Partie den Ausgleich – 47:47 und die Halle tobte (an dieser Stelle aber auch ein Shout-Out an den Hagener Fanblock – heftig wie laut ihr bis dato wart!). In Folge übernahm Bremerhaven die Führung. Zwei Minuten vor Schluss erzielten die Feuervögel per Freiwurf nochmal den Ausgleich mit 56:56, aber die Eisbären konnten sofort dagegen setzen und mit einer knappen Punktedifferenz erstmals ein Viertel für sich entscheiden – 60:58.
Getreu dem Motto „drei Mal ist Bremer Recht“, erzielten die Eisbären Bremerhaven auch im letzten Viertel die ersten Punkte. Zudem lässt sich über das letzte Viertel kurz und knapp sagen, dass die Eisbären nicht ein einziges Mal mehr die Führung aus der Hand gaben. Dennoch blieb es bis zum Ende super spannend und weiterhin ein hart umkämpftes Spiel. Zwei Minuten vor Schluss erreichte Bremerhaven zwar bereits ihren Biggest Lead mit 10 Punkten Differenz (79:69), aber die Gäste aus NRW gaben sich keineswegs geschlagen. Am Ende blieb es aber dabei, dass die Eisbären Bremerhaven Phoenix Hagen mit 10 Punkten Unterschied besiegten und damit sogar die höchste Differenz in den vier Halbfinalpartien gegen Hagen erspielen konnten – Endstand 85:75.


Damit steht es im Kampf um den Finaleinzug und gleichzeitig auch den Aufstieg in die easyCredit Basketball-Bundesliga 2:2 zwischen den Eisbären Bremerhaven und Phoenix Hagen und es wird ein weiteres, fünftes Spiel geben, welches alles entscheiden wird. Dieses findet bereits am morgigen Samstag, den 30. Mai, um 19:30 Uhr auswärts in der Ischelandhalle Hagen statt.
Adresse
Ischelandhalle
Stadionstraße 22
58097 Hagen (Nordrhein-Westfalen)


Topscorer bei den Eisbären war Jemarl Baker Jr. mit 15 Punkten und 4 Assists. Carlos Carter (14), Elijah Miller (14), Lorenz Brenneke (13) und Jordan Samare (10) haben ebenfalls zweistellig gescort.
Das letzte Match wird sicher wieder ein harter Kampf werden – zumal im Hexenkessel „Ische“. Aber wir glauben natürlich an unsere Jungs und drücken den Eisbären Bremerhaven ganz fest die Daumen. Ihr schafft das!











